Watzmann-Ostwand Begehung

Unbenannt
Zwar sind wir die Wand schon mehrmals gegangen, aber sie ist immer wieder eine Begehung wert.
Nachdem wir am Dienstag definitiv ein „Schönwetterfenster“ erwarten konnten, hielt uns nichts mehr zurück.

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Eine kurze logistische Abstimmung was das Material betraf und das Abchecken der ersten Bootsfahrt und schon stand die Tour auf dem Programm.
Durch den Engpass „Bootsfahrt“ um 8.00Uhr  (sinnvoll ist auf alle Fälle den Fahrplan zu checken) ist auch das Aufstehen in der Früh‘ erträglich.

Nachdem wir ein Auto in Wimbachbruck für die Rückkehr geparkt haben, treffen wir rechtzeitig um 8.30Uhr am Bootssteg Königssee ein. Allerdings auch nicht zu früh, da schon eine Menge Aspiranten an der Kasse stehen. Ein „fachkundiger“ Blick und gegenseitiges Abscannen, ob noch andere den gleichen Weg planen, ist vorprogrammiert!

Nach kurzweiliger Fahrt und dem obligatem „Echo vom Königsee“ sind wir in St. Bartholomä. Zügig gehen wir Richtung Eiskapelle.
Das Schuttfeld an der linken Seite der Eiskapelle (Gedenktafel bei 830m) bildet den Einstieg und zugleich das Ende des ausgetretenen Pfades. Über mal mehr oder weniger deutliche Steigspuren geht´s ins Schuttkar, das man bei 1340m erreicht.

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Von jetzt an wird es sportlicher und auch die Wegfindung anspruchsvoller. Von einem begrünten Gratabsatz, den man auch als „1.Sporn“ bezeichnet (1570m), geht´s über den 2. Sporn (1630) bis zur Platte (1690) kurz vor der „Wasserfallwand“. Wir lassen etwas mehr Abstand und sind dann gleich kurz oberhalb der Abbruchkante der „Wasserfallwand“ (1750).

 

Ein deutlich sichtbarer Pfeil und das Wissen, dass hier viele Seilschaften schon in die falsche Richtung gingen, lassen uns hier sehr aufmerksam sein. Es darf hier keinesfalls links weitergegangen werden, sondern unmittelbar über der Wasserfallkante führt der Weg rechtshaltend zu einer zunächst unsichtbaren Rampe bis zu einem Sattel an deren Ende (1870m). Weiter zur Gipfelschlucht nach rechts zum untersten Auslauf der Schlucht (1970m). Links oberhalb sieht man eine gute Biwakhöhle ( 1990).

 

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Foto 20.07.16, 11 30 29Die Gipfelschlucht (sie hat mit dem Gipfel nichts zu tun) muss bei spätestens 2060m nach rechts (nördl.) gequert werden.

 

 

 

Weiter zur Biwakschachtel (2380) unter einem massigen Pfeiler.

Die Unterkunft ist mit Schlafsäcken sehr gut ausgestattet (hoffentlich bleiben die auch da…!). Unmittelbar daneben ein urgemütliches „Bankerl“, das wir gerne zu einer kurzen Rast in Anspruch nehmen.

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Kurze Trinkpause!

 

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Und dann gehts rechts halFoto 20.07.16, 14 25 49tend in eine brüchige Rinne, die man an deren Ende bei 2440m nach rechts verläßt. Von hier aus  über die gut sichtbaren Ausstiegskamine Richtung Südspitze zu unserem Gipfel.

 

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Wir waren an diesem Tag weitgehend alleine, allerdings sind durch die wenigen bisherigen Begehungen in diesem Jahr noch keine „Steinmänner“ aufgebaut, sodass eine gewisse „Ortskundigkeit“ bzw. eine genaue Wegfindung durchaus von Vorteil ist. Weite Teile der Tour sind steinschlaggefährdet und daher gebietet sich eine vorsichtige und zügige Begehung der exponierten Passagen.

Vom Gipfel führt der Weg weiter über den anfänglich versicherten Steig nun abwärts zu unserem zweiten Zwischenziel, der Wimbachgrieshütte, wo wir nochmals auftanken, bevor wir das „Gries“ sehr zufrieden und begeistert über die tolle Tour Richtung Wimbachbrücke durchwandern.

Ausrüstung gibts im  „Teamalpin-Shop“ 🙂

 

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Das Bier haben wir uns verdient!

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