SCOTT Lawinenrucksack kaufen

Produkttest des Scott Air Free  Scott Lawinensystem

Die Lawinenrucksäcke von Scott wurden bereits in unserem Blogbeitrag vom Oktober 2014 vorgestellt. Jetzt wurde der Scott Air Free auf den praktischen Einsatz getestet.

Hier kurz noch einmal die Fakten im Überblick:

– Alpride-Airbag mit 150 Liter Auftriebsvolumen

– Aufblasung: sehr zügig, in weniger als 3 Sekunden

– 2 Gaskartuschen (Mitnahme im Flugzeug möglich)

– trotz weniger Druck pro einzelner Kartusche, ist die Gesamtkraft sehr hoch

(Der Druck reicht, um ein Auto damit anzuheben, wie in diesem Video veranschaulicht wird: https://www.youtube.com/watch?v=DyzeuHCs8JE )

– Schneller Zugriff zum Auslösegriff – System ist mit 1240g das leichteste auf dem Lawinenairbag-Markt

 

Erster Eindruck

Der Scott-Rucksack macht einen guten ersten Gesamteindruck. Er überzeugt mit angenehmen Tragekomfort und individuell einstellbaren Trageriemen. Der Beingurt bindet den Rucksackträger an den Airbag und im Rucksack befindet sich ein separates Fach für die Lawinenausrüstung. Der Auslösegriff befindet sich standardmäßig am Schulterriemen und kann in einem Reißverschlussfach verstaut werden.

 

Eindruck nach einigen Testtagen

Der Tragekomfort beweist sich und ob bei Kurzaufstiegen oder den Abfahrten, der Rucksack liegt angenehm am Körper an. Die Aluminium-Schnallen am Brust- und Hüftgurt erweisen sich als stabil, aber leider ein wenig lästig. Besonders der Brustgurtverschluss erfordert viel Aufmerksamkeit beim Öffnen und Schließen und wirft die Frage auf, ob es im Brustbereich nicht einfach ein simpler Klickverschluss getan hätte.

Platzmäßig bietet der Scott Air Free viel Stauraum und das separate, mit Fleece gefütterte Goggle-Fach ist nützlicher Aufbewahrungsort für Sonnenbrille oder Wechselglas.

Beim Auslösetest des Airbags fällt auf, dass der Griff erstens relativ nah am Gurt anliegt und so besonders mit Handschuhen nicht einfach zu greifen ist. Zweitens wurden Linkshänder nicht beachtet, denn der Auslösegriff kann nur am linken Riemen befestigt werden. Wird der Auslösegriff betätigt, bläst sich der Airbag schnell und zur Gänze auf. Auch das Wiederverstauen im Anschluss erfolgt problemfrei, da die Luft durch einen Knopf am Ventil entlassen werden kann und der Airbag danach zusammengefaltet werden kann. Der Reißverschluss lässt sich danach gut verschließen.

Bei Aufstiegen erweist sich das Befestigungssystem für Ski von Vorteil, leider ist es für ein Snowboard eher ungeeignet. Ein Eispickel oder Skistöcke lassen sich, durch die dafür vorgesehene Schlaufe, einwandfrei anbringen. Weitere kleine Features, wie das Helmnetz oder die kleine Tasche am Hüftgurt runden den durchdachten Rucksack ab.

Fazit

Im Vergleich zu anderen Herstellern am Markt, überzeugt der Scott Air Free durch seinen Preis, dem leichten Gewicht und den angenehmen Tragekomfort.

Meiner Meinung nach sind Abstriche am Befestigungssystem zu machen, da es für Snowboarder schwer ist, ihr Brett zu befestigen. Ein weiterer Mangel ist der einseitige Auslösegriff.

Alles in allem ein sehr gelungener Rucksack, den ich durchaus auf weitere Touren mitnehmen würde und welcher mich in der Praxis doch sehr überzeugt hat.Scott Rucksack  

 

 

Einen genaueren Überblick zur ersten Inbetriebnahme und zum Einsetzen der Gaskartuschen findet ihr HIER:

http://blog.teamalpin.com/neuigkeiten/scott-lawinenrucksaecke/

 

 

 

(Quelle: Auszüge Pressetexte, youtube.com,Testbeobachtungen)

2 Gedanken zu „SCOTT Lawinenrucksack kaufen

  1. Hallo Andreas,

    stimmt! Da hast du vollkommen recht, das u-formige Airbagkissen von Scott bietet besten Kopf- und Nackenschutz und ist nicht bei allen Herstellern zu finden.
    Einige bieten noch zwei separate Kissen recht und links an. Danke, für den Hinweis!
    Für alle Leser und bevorstehende Käufe also bitte auf Airbagkissen achten, die Kopf und Nacken stützen.

    Viele Grüße
    Rosanna

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